Masse mit Klasse: Mit Krafttraining die Knochendichte erhöhen und Osteoporose vorbeugen! Und: wie Ärzte Sie hinters Licht führen!

Der richtige Sport gegen Osteoporose
Screenshot [Gottlob 2009]

Form folgt Funktion: Wie fast alle Strukturen im Körper werden auch die Knochen nur dann stark und belastbar, wenn sie gefordert werden. Und nicht etwa mit Spritzen oder irgendwelchen anderen Heilmitteln! In unserer westlichen Sitzgesellschaft beanspruchen wir das Skelett und die dazugehörige Muskulatur viel zu wenig. Die Folgen: Osteoporose oder Osteopenie. Therapie-Möglichkeiten verbergen sich im Krafttraining, durch das Sie wieder die Knochendichte erhöhen. Lassen Sie sich auf keinen Fall entmutigen, auch wenn bei der Knochendichtemessung Werte herauskommen, die kritisch sind.

Kleine Geschichte von der Dichte

Vor 200 Jahren sah die Welt noch ganz anders aus. Während die Menschen nicht annähernd so viele fortschrittliche Errungenschaften genießen konnten, hatten sie uns gegenüber einen entscheidenden Vorteil: Sie bewegten sich mehr und legten weitere Strecken zu Fuß zurück. Osteoporose gab es so gut wie nicht. Die Krankheit, bei der die Knochenmasse schwindet, ist ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Seit den 1980ern ist das Problem besonders akut geworden, denn die Zahl der Patienten und vor allem Patientinnen hat sich verdoppelt.

Osteoporose und Osteopenie: Therapie ohne Medikamente ist möglich

Im Alter zwischen 30 und 40 Jahren verfügt der Mensch über die maximale Knochenmasse. Im Fachjargon wird diese auch „peak bone mass“ genannt. Danach kommt es zu einem biologisch bedingten Abbau – der zu  Krankheiten führen kann. Die mögliche Vorstufe zur ausgeprägten Osteoporose nennt man Osteopenie. Darunter versteht man ebenfalls eine herabgesetzte Knochendichte, doch die Gefahr von Brüchen ist weitaus seltener. Die Ursachen sind überwiegend gleich: Besonders Frauen leiden an fragileren Knochen, da während der Menopause der Östrogenspiegel sinkt. Die Hormonumstellung bewirkt einen stärkeren Abbau der Knochen als bei Männern. Osteoporose- und Osteopenie-Therapie wird dadurch besonders für weibliche Betroffene notwendig. Das muss nicht immer medikamentös sein: Auch durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten hin zu gesünderer Ernährung und mehr Sport kann die Knochendichte erhöhen. Wir sagen: nur Krafttraining hilft Ihnen da weiter!

Knochendichte von Sportlern

Wahnsinns-Beispiel, was niemals helfen wird, jedoch von Ärzten zur Behandlung von Osteoporose durchgeführt wird

Sie gehen zum Arzt, weil Sie Ihre Knochendichte checken lassen möchten. Gesagt getan, der Arzt weiß es nun. Er stellt fest, dass Sie eine geringe Dichte haben. Anstatt Ihnen wirklich Krafttraining zu empfehlen, daran denken viele Ärzte nicht. Nein, stattdessen spritzen Sie Ihnen Füllmaterial, das „sehr schnell die Knochendichte wieder erhöht“. Um Ihnen den Beweis zu liefern, werden Sie nochmals auf Ihre Knochendichte getestet. Ergebnis? Man teilt Ihnen mit, dass Ihre Knochen jetzt wieder an Ihren „Problemzonen“ wieder fülliger sind. Ja, sind Sie gewiss durch das Füllmaterial. ABER: Sie sind nicht belastbarer geworden, lediglich aufgespritzt! Der mechanische Reiz fehlt ja komplett… Hier werden wir also richtig hinters Licht geführt.

Knochendichte erhöhen: Wie soll das gehen?

Wie Sie wissen, sind Knochen trotz ihrer Festigkeit keine unveränderlichen Strukturen. An den Stellen, wo sie häufig Druck- und Zugbelastungen erfahren, verdichtet sich nach und nach die Knochenmasse. Dafür sind Zellen mit dem Namen Osteoblasten verantwortlich. Ihr scharfer Konkurrent, die Osteoklasten, merken allerdings sofort, wenn ein Knochen nicht „benötigt“ wird: Mit der dreifachen Geschwindigkeit des Aufbaus tragen sie die überflüssige Knochenmasse ab – eine beunruhigende Vorstellung. Wer die Knochendichte erhöhen will, muss also am Ball bleiben.

Knochendichtemessung: Werte, die kritisch sind

Wer sich orientieren will, geht zunächst zu einer Knochendichtemessung. Werte um -1 sind normal. Ist die Zahl kleiner (-1 bis -2,5), spricht man von Osteopenie. Therapie-Methoden in Form von Krafttraining sind hier unbedingt anzuraten. Alle Werte über -2,5 sind klare Zeichen von Osteoporose. Beruhigend: Nicht jeder Mensch, dem Osteopenie diagnostiziert wird, wird automatisch auch Osteoporose bekommen. Eine Maßnahme gegen den Fortschritt der Beschwerden ist eine Osteopenie-Therapie, bei der Sie mit einem Therapeuten gezielt die Knochendichte erhöhen.

Auch wer gute Knochendichtemessung-Werte hat, sollte Vorbeugen

Sind die Knochendichtemessung-Werte in Ordnung, ist in jedem Alter Vorbeugung angesagt: Wer in jungen Jahren eine größere Knochendichte aufbaut, bringt die „peak bone mass“ auf ein erhöhtes Ausgangsmaß. Damen, die sich bereits in oder nach der Menopause befinden, stoppen den Knochenabbau durch intensives Krafttraining. Forscher der Universität in Boston konnten etwa Erfolge nachweisen: Nach einem einjährigen Trainingsprogramm konnten Frauen nach den Wechseljahren die Knochendichte um ein Prozent steigern. Untrainierte mit gleichen Voraussetzungen verzeichneten hingegen einen Abbau von zwei Prozent.

Mit regelmäßigem Training die Knochendichte erhöhen

Osteoporose und Osteopenie durch Druckbelastungen vorbeugen

Hätten Sie gewusst, dass die Skelettmuskulatur fast die Hälfte der gesamten Körpermasse trägt? Sind die Muskeln rund um die Knochen ausgesprägt, üben sie über die Sehne einen hohen Zugreiz auf die Ansatzstelle der Sehne aus und beziehen so den entsprechenden Knochen in die Bewegung mit ein. Klingt wie Latein für Sie? Mit anderen Worten: Wer trainierte Muskeln und viel Kraft hat, erfreut sich auch an dichteren Knochen. Auch bei Profisportlern wurde der Zusammenhang zwischen Leistungsfähigkeit und der Höhe der Knochendichtemessung-Werte erforscht.

Will heißen: Wer messbare Besserungen erreichen und die Knochendichte erhöhen will, muss ausreichend Belastung auf die Skelettmuskulatur ausüben.

Dichtes Programm: die Trainingsauswirkungen auf den Körper

Allgemeines Wohlbefinden, Sicherung der Gesundheit für die Zukunft oder Osteopenie-Therapie: Die Gründe für das Krafttraining, mit dem Sie die Knochendichte erhöhen können, sind vielseitig. Wenn Sie sich dafür entschließen, wird es Ihnen Ihr Körper danken: Die Knochen werden beim Krafttraining mit aktiviert, passen sich dem Druck an und werden dichter. Dabei reagiert der Körper mit einer kräftigeren Knochenrinde und einem weiteren Durchmesser des Knochens. Außerdem verstärkt sich der Bereich, in dem Sehnen und Gelenke am Skelett angesetzt sind. Dadurch werden sich die Knochendichtemessung-Werte verbessern. Das Resultat: Starke Knochen für motivierte Menschen bis ins hohe Alter!

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